
Schulentwicklung und Qualitätsmanagement
Schulentwicklung ist Auseinandersetzung mit Veränderungen.
Seit 2002 arbeitet die Helene-Engelbrecht-Schule systematisch an der Weiterentwicklung der schulischen Qualität. Dabei gilt für uns der Grundsatz: Qualitätsentwicklung bedeutet immer Unterrichtsentwicklung und schließt die Organisations- und Personalentwicklung ein. Als verbindliche Basis ist das Qualitätsmanagementsystem EFQM (European Foundation for Quality Management) eingeführt.
Evaluation
Vor dem Hintergrund unseres Leitbildes und des Schulprogramms findet in einem zweijährigen Rhythmus die systematische Untersuchung aller für die Schule relevanten Bereiche statt. Im Rahmen der Auswertung der Ergebnisse stimmen wir die strategische Ausrichtung ab, um unsere Schule zukunftsfähig zu halten.
Unser umfangreiches Evaluationskonzept stellt sicher, dass für die Qualitätsentwicklung wichtige Informationen über die Ergebnisse der Schule zur Verfügung stehen. Regelmäßig erhoben und ausgewertet werden Befragungen zur Schülerzufriedenheit sowie der Zufriedenheit der Betriebe und Mitarbeiter. Über unsere Statistik erhalten wir Kennzahlen zum Erfolg der Schülerinnen und Schüler.
Zielvereinbarungen
Unser Ziel ist es, sowohl die Zufriedenheitswerte als auch die Kennzahlen kontinuierlich zu verbessern. Ein wichtiges Instrument stellen dabei Zielvereinbarungen dar, im Rahmen derer sowohl die Schulleitung gegenüber der Landesschulbehörde als auch die Abteilungen und die Teams innerhalb der Schule konkrete Sollwerte festlegen, die sie durch ihre künftige Arbeit erreichen wollen. Für unsere strategischen Projekte, die die gesamte Schule betreffen, legen wir ebenfalls Zielwerte fest, an denen wir den Erfolg unserer Arbeit messen. In unserem Jahresarbeitsplan weisen wir alle aktuellen Arbeitsvorhaben der Schule und die ihnen zugrunde liegenden angestrebten Zielwerte aus.
Unterrichtsentwicklung
Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht die Unterrichtsentwicklung. Um das Lernfeldkonzept umzusetzen, arbeiten die Teams an der Erstellung und Weiterentwicklung von Lernsituationen und Makrosequenzen, die einen praxisnahen und handlungsorientierten Unterricht sicherstellen.
Durch die Umsetzung und Weiterentwicklung unseres Förderkonzeptes soll in besonderer Weise dem Motto unserer Schule "Den Menschen im Mittelpunkt: begleiten, fördern, stärken" Rechnung getragen werden.
Im Rahmen des Konzeptes zur Sicherung und Weiterentwicklung der Unterrichtsqualität ist es uns wichtig, auf verschiedenen Ebenen einen Blick auf "Guten Unterricht" zu richten und kontinuierlich darüber auszutauschen. Lehrkräfte lassen sich schriftlich Rückmeldungen von Schülerinnen und Schülern zu ihrem Unterricht geben und kommen mit ihnen ins Gespräch.
Die Schulleiterin besucht die Kolleginnen und Kollegen im Unterricht und berät diese. Für die Zukunft ist darüber hinaus die Einführung eines Systems zur kollegialen Hospitation geplant. Teams planen vor diesem Hintergrund ihren Fortbildungsbedarf und formulieren ihre Entwicklungsperspektiven.
Personalentwicklung
Weil die Qualität einer Organisation nicht von der Qualität ihrer Mitarbeiter getrennt werden kann, ist für uns die Professionalität aller in der Schule Beschäftigten wichtig. An unserFortbildungskonzept stellen wir den Anspruch, sowohl die Fortbildungs- und Weiterentwicklungswünsche jeder einzelnen Lehrkraft als auch die Weiterentwicklung der gesamten Schule optimal zu unterstützen. Unser Ziel ist, dass jede Lehrkraft mindestens eine Fortbildungsveranstaltung pro Jahr besucht.
Organisationsentwicklung
Für eine qualitätvolle Arbeit müssen die Rahmenbedingungen klar sein, daher ist die Arbeit an unserer Prozesslandkarte bedeutsam. Im Bereich der Kern- und Unterstützungsprozesse liegen Konzepte, Handreichungen, Checklisten und Abläufe vor, die kontinuierlich weiterentwickelt und ergänzt werden. Auf diese Weise stellen wir Transparenz und Handlungssicherheit her.
Besonderes Engagement der Schule
- Schule im "Qualitätsnetzwerk Niedersächsischer Schulen", beendet 2004
- Schule im niedersächsischen Landesprojekt "Eigenverantwortliche Schule"
- Leitbild - wurde einstimmig 2003 beschlossen
- Schulprogramm: 1. Fassung Oktober 2003, 2. Fassung Fertigstellung Oktober 2006
- Niedersächsischer Modellversuch: Zweijährige Berufsfachschule Pflegehilfe
- Niedersächsische Schulinspektion 2004 mit Vertretern der Wirtschaft und aus den Niederlanden
- Informationstag für "der richtige weg"
- Regelmäßig stattfindendes Schulsportfest für die gesamte Schule
- Teilnahme am Abfalltrennungssystem der Stadt Braunschweig
- Kostenloses Internet-Cafe für Schülerinnen und Schüler der Schule seit 2003
- PC-Arbeitsplätze für Lehrkräfte
- Rauchfreie Schule seit August 2003
- Personalkostenbudgetierung seit Februar 2003
- Regelmäßige Teilnahme an niedersächsischen Landeswettbewerben
- Konzeptionell gestaltete Einführungswochen in Vollzeitklassen und Einführungstage in Teilzeitklassen
- Unterstützungssystem für neue Lehrkräfte und Referendarinnen/Referendare
- Teamarbeit in allen drei Fachbereichen
Besondere Arbeitsschwerpunkte der Schule
- Erweiterte Schulleitung: Praktische Führungsorganisation und Führungswirklichkeit, Budgetierung/Personalkosten, Teamentwicklung/ Delegieren
- Steuergruppe: Begleitung pädagogischer Entwicklungsprojekte im Rahmen des Projekts Eigenverantwortliche Schule zur Verbesserung des Unterrichts durch EFQM
- Abteilungen: Evaluation, Zielvereinbarungen
- Lernprojekte zum selbstständigen Lernen
- Projekte mit außerschulischen Partnern für Schülerinnen und Schüler zur Stressbewältigung
- Konzept zum Teamtraining im Klassenraum
- Projekt zur individuellen Förderung
Vernetzungen der Schule
- Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern:
- Lernortkooperation in der BFS Friseurtechnik
- regelmäßige Arbeitstreffen mit Ausbilderinnen, Ausbildern und Kammervertretungen und Anleiterinnen, Anleitern sozialpflegerischer Einrichtungen
- abteilungsübergreifende Unterrichtsprojekte mit außerschulischen Partnern
- Gründungsmitglied in der Initiative Braunschweiger Einrichtungen für Altenpflege und Altenpflegeschulen "Initi-Al" zur Verbesserung der Qualität in der Altenpflege
- Mitglied in der Landesarbeitsgemeinschaft der Berufsfachschulen Altenpflege in Niedersachsen
- Mitglied in der Landesarbeitsgemeinschaft der Fachschulen Heilerziehungspflege in Niedersachsen
Wie wir wurden, was wir sind - ein Entwicklungsbericht
Bis 1979 heißt die Schule "Hauswirtschaftliche und Gewerbliche Berufsschule der Stadt Braunschweig". Standort ist zu diesem Zeitpunkt die Georg-Eckert-Straße in Braunschweig und die Schulleiterin ist Melitta Bielefeld, OStD'.
Zum 1. August 1979 werden die BBS 4 - Gesundheit und Körperpflege - der Stadt Braunschweig gebildet.
In diesem Jahr wird die Schulleiterin nach Schleswig-Holstein versetzt und die Leitung übernimmt Georg Ducci, StD.
Im Februar 1980 beginnt der Umzug der Schule aus der Georg-Eckert-Straße mit der Friseurabteilung an den neuen Standort Reichsstraße 31 - 34. Außerdem wird das Berufsvorbereitungsjahr - Körperpflege (BVJ) eingerichtet.
Im Schuljahr 1983/ 84 kommt dann noch das schulische Berufsgrundbildungsjahr - Körperpflege (BGJ) hinzu.
Mit Beginn des neuen Schuljahres 1980/81 ändert sich das Bildungsangebot ganz erheblich:
Das Berufsfeld X (Arzt-, Tierarzt-, Zahnarzt- und Apothekenhelferinnen und -helfer) wird von den Berufsbildenden Schulen III an die BBS 4 verlagert. 1986 werden die Ausbildungszeiten der Arzt-, Zahnarzt- und Tierarzthelferinnen und Tierarzthelfer (ab Sommer 2006 Umbenennung in Tiermedizinische Fachangestellte und Medizinische Fachangestellte) von 2 auf 3 Jahre verlängert, ebenso die der Apothekenhelferinnen und Apothekenhelfer 1993, und etwas später erfolgt eine Umbenennung einiger Ausbildungsberufe: Heute heißen die Zahnarzthelferinnen "Zahnmedizinische Fachangestellte", die Apothekenhelferinnen führen jetzt die Berufsbezeichnung "Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte" und die Schwimmmeistergehilfinnen und Schwimmmeistergehilfen die Berufsbezeichnung "Fachangestellte für Bäderbetriebe", deren Ausbildung seit Gründung der Schule ein weiterer fester Bestandteil ist.
Im Januar 1984 wird Klaus Belger, OStD, Schulleiter der BBS 4.
1989 erweitert sich das Angebot an den BBS 4 wiederum: Jetzt erfüllen auch Schülerinnen und Schüler aus den Werkstätten für behinderte Menschen hier ihre Schulpflicht in Berufsschulklassen.
Ebenfalls 1989 wird das schulische Angebot der einjährigen Berufsfachschule Sozialpflege für Realschulabsolventinnen und Realschulabsolventen eingerichtet. Ein Jahr später folgt die zweijährige Berufsfachschule Sozialpflege (Pflegevorschule).
1995 entwickelt sich die Schule durch die Einrichtung der Fachschule Altenpflege in Teilzeitform weiter. 1997 wird die Altenpflege in Vollzeitform geführt und im Jahr 2003 wird aus der dreijährigen Fachschule eine Berufsfachschule, die zu einem beruflichen Abschluss führt.
Im Juli 1996 wird Gerd Knoke, StD, die kommissarische Schulleitung übertragen, nachdem Klaus Belger in den Ruhestand versetzt wurde.
Im September 1998 wird Christel Werner, OStD', Schulleiterin.
1998 erfolgt die Einführung der Fachoberschule Gesundheit (Klasse 12) und im Schuljahr 2001/02 die der dreijährige Fachschule Heilerziehungspflege.
Seit 2001 ist die Schule hinsichtlich der Personalkosten budgetiert, d. h. die Schule kann auf plötzlichen Unterrichtsausfall unbürokratisch reagieren und die fehlenden Lehrkräfte bis zu einem Jahr ersetzen. Außerdem kann sie mit diesem Budget ihre Qualität im Unterricht durch Qualifizierung der Lehrkräfte deutlich verbessern.
2002 bis 2004 nimmt die Schule an dem Projekt "Schule im Qualitätsnetzwerk Niedersachsen" teil.
2005 wird die BBS 4 vom Kultusministerium für einen niedersächsischen Modellversuch ausgewählt. Der Modellversuch läuft bis 2008 und soll klären, ob für die bestehende Altenpflegehilfe, Krankenpflegehilfe und Heilerziehungspflegehilfe ein neuer Basisberuf - Pflegehelferin und Pflegehelfer gesetzt werden kann. Dieser neue Beruf wird in der zweijährigen Berufsfachschule Pflegehilfe vermittelt.
2005 wird die Fachoberschule - Gesundheit, Klasse 12, in Fachoberschule - Gesundheit und Soziales, Schwerpunkt Gesundheit-Pflege, geändert.
Ab 2005 nimmt die BBS 4 am Landesprojekt "Eigenverantwortliche Schule" teil.
Im Januar 2007 wird Christel Werner, OStD', in den Ruhestand (passive Phase der Altersteilzeit) verabschiedet.
Am 1. Februar 2007 wird Margret von Langendorff, OStD' neue Schulleiterin der BBS 4.
Ab 2007 wird die BBS 4 Transferschule für den Schulversuch "Berufseinstiegsklasse" mit einer BEK im Bereich Körperpflege.
Zum Schuljahr 08/09 wird eine weitere BEK im Bereich Betreuung und Pflege eingeführt. Die 2-jährige Berufsfachschule Pflegehilfe wird künftig unter dem Namen "2-jährige Berufsfachschule für Pflegeassistentinnen und -assistenten" fortgeführt. Neu eingeführt wird die Klasse 11 der Fachoberschule Gesundheit.
Im April 2009 beschließt die Gesamtkonferenz der BBS 4 dem Schulvorstand vorzuschlagen, der Schule den Namen "Helene-Engelbrecht-Schule" zu geben.
Vorausgegangen sind umfangreiche Recherchen und Abstimmungen, in die sich die Schülervertretung in besonderer Weise eingebracht hat. Sowohl der Schulvorstand als auch der Schulträger stimmen dem Vorschlag zu. Aus der BBS 4 wird zum Schuljahr 09/10 die Helene-Engelbrecht-Schule.
Im Mai 2009 wird das neue Leitbild der BBS 4 verabschiedet. Zuvor wurde der Leitbildentwurf, den eine Gruppe aus Lehrkräften gemeinsam mit Mitgliedern der Schülervertretung entwickelt hatte, von allen schulischen Gremien intensiv diskutiert.
Im Oktober 2009 verabschiedet die Schulgemeinschaft ein neues Schulprogramm, das auf der Basis des Leitbildes Konkretisierungen durch Leitziele und Qualitätsstandards erhält. Damit ist die Richtschnur für die Arbeit der nächsten Jahre vorgegeben.
